Kommentare aus dem Buch »Bernd Pöppelmann« von Claus Rabba

Bernd Pöppelmanns Bilder können uns – und somit auch der Natur – „auf die Sprünge helfen“. Als Symbol des Lebens hat der Maler im Bild „Mutter Erde“ eine Frau im Zentrum eines Bildes positioniert, umringt von Tieren, die ebenfalls Lebensspender sein können. Sie ist sich bewusst, wie sehr die Lebensführung ihrer Spezies Mensch auf Kosten derer geht, die sie umringen. Die Tiere scheinen nicht auf Revanche für menschlichen Naturfrevel aus zu sein. Stattdessen scheint manches ihrer Gesichter mit Resignation zu fragen: „Was nun? Wie soll es jetzt weitergehen?“

Andreas Kläne, Journalist und Autor

 

„Hasenland“ und „Pressebericht“ sind beides Bemerkungen zum Platz der Natur in der westlichen Gesellschaft; die Natur verschwindet alarmierend schnell, wir lesen endlose Berichte in der Presse über gefährdete Arten und Lebensräume, bis wir letzten Endes die Wildnis so reduziert wieder finden, wie Pöppelmann es uns in „Museumskäfer“ zeigt: das lebende Tier reduziert zu einer leeren Hülle, aufgespießt, gefangen in der Zeit.

Robin D´Arcy Shillcock, unabhängiger Kurator verschiedener Museen, Maler und Autor

 

…eine besondere Serie, die Bernd Pöppelmann immer wieder fortsetzt, zeigt Tiere vor einem mauerähnlichen Hintergrund. Manchmal mit einem passepartoutartigen Durchblick in den ursprünglichen Lebensraum des Tieres. In diesen Bildern spitzt der Künstler die Lebensraumbeengung der Kreatur zu, nur noch ein kleiner Ausschnitt bleibt dem Geschöpf…

Claus Rabba, Dozent an Kunstschulen, Maler und Autor

 

Pöppelmanns Arbeit zwingt uns, Natur und Mensch in Verbindung miteinander zu sehen.. Er schafft es, uns die zeitgenössische Sorge um das Verhältnis des Menschen zur Natur nahe zu bringen.

Robert Bateman, kanadischer Tiermaler

 

Das Leben, das die Bilder von Bernd Pöppelmann ausstrahlen, ist nicht bloße Kopie des Gesehenen. Tiere und Landschaften treten miteinander in Bezug und auf vielen Darstellungen erscheint der Bezug zum Menschen auf besonders eindringliche Weise. So wie es die Fotografie nie erreichen könnte.

Carl-Albrecht von Treuenfels, ehem. Präsident des WWF und Autor

 

Pöppelmanns Verständnis und Respekt für die Tiere und seine Faszination für die wunderbare Komplexität und Diversität der natürlichen Welt sind Themen, die sich durch sein Werk hindurch ziehen.

Jane Goodall, Schimpansenforscherin und UN-Friedensbotschafterin

 

In Gemäldezyklen wie z.B. „Arche“ oder „Spuren“ kommt das Spannungsfeld zwischen dem Leben auf unserem Planeten einerseits und ihrer potentiellen Gefährdung andererseits symbolhaft zum Ausdruck. In den Arbeiten Bernd Pöppelmanns wird aber auch die tiefe Emotionalität, die Mensch und Umwelt verbindet, sichtbar. Ein enger, gefühlsmäßiger, ja intuitiver Bezug wird spürbar, der für die Zukunft Hoffnung in sich birgt, dass die fragilen Lebensgemeinschaften unseres Planeten auch den nächsten Generationen erhalten bleiben.

Walter Bednarek, Biologe und Autor